Alina Grabovsky (*1987 in Kiew, Ukraine) studierte Malerei und Grafik an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe sowie an der Akademie der Bildenden Künste Wien. Ihr Studium schloss sie 2016 als Meisterschülerin von Prof. Marcel van Eeden ab. Es folgten zahlreiche Stipendien und Ausstellungen im In- und Ausland, unter anderem in der Picture Theory Gallery und der Thierry Goldberg Gallery in New York City.
Alina Grabovskys Werke entstehen in Serien und bilden Prozesse sowie Veränderungen in der Gesellschaft vielschichtig ab. Sie thematisiert instabile Verhältnisse, prekäre Identitäten, Übergänge und Transformationen. Dazu zeigt sie meist nur Teile des menschlichen Körpers in Posen oder Szenen aus dem Alltag der Freizeit und der Erotik fragmenthaft, über- und miteinander verwoben. Für den Betrachter bleibt vieles vage und interpretierbar: Man scheint nicht mehr fest auf dem Bühnenboden zu stehen, das Wasser hat keine Tiefe, und der Himmel erhält einen bescheidenen Platz in einer streng geometrischen Form, die nicht unbedingt im oberen Bildraum zu finden ist. Der Duktus ist expressiv, die Farbgebung provokant, wodurch die Spannungsverhältnisse zusätzlich verstärkt werden. Oft gibt es keine klare Grenze zwischen abstrakter Fläche und figürlichen Elementen. In einer scheinbar absurden räumlichen Vielfalt, die keinem perspektivischen Gesetz folgt, verarbeitet Alina Grabovskys autobiografische Erfahrungen ihrer ukrainisch-deutsch-jüdischen Identität.